und was fuer welche, ihr werdet euch wundern!aber erst mal eins nach dem anderen:
nachdem ich mit fast neuem auto wieder sicher und ohne der polizei unangenhem aufzufallen, wieder starten konnt, machte ich mich auf den weg nach melbourne. war ganz schoen komisch wieder in der city zu fahren. und durch mein kleines unglueck war mir schon ein bisschen bange vor all den anderen autos und den ungewohnten strassenverhaeltnissen. aber dennoch schaffte ich es bis zum hostel ohne weitere vorfaelle. nicht einmal verfahren was mir recht oft passiert (die strassenschilder sind so unglaublich ungenau bis nicht vorhanden).
jetzt war ich also in melbourne. der zweiten hauptstadt australiens, auch wenn es beide nicht sind. melbourne und sydney sind staendig im konkurenzkampf. das fuehrt dazu dass die einen syd. lieben und mel. hassen und die anderen halt mel. lieben und syd. hassen. ich fuer meinen teil war von melbourne mehr begetert. dies kann daran liegen dass man von sydney schon so viel gehoert hat und in buechern oder filmen gesehen. mel. war einfach irgendwie neu. ich wollte hier eine woche bleiben, da ich auf ein paeckchen meiner liebsten wartete. damit mir die zeit nicht so lange vorkam nahm ich mir jeden tag etwas vor.
am ersten tag bin ich ins “old melbourne gaol” gegangen. dort wurde ich erst verhaftet und dann war ich befuerworter Ned Kellys, bei seiner zum tode fuehrender, gerichtsverhandlung (1880). das tolle an dem museum war, dass man fuer den tag immer wieder raus gehen konnte und sich ausruhen oder was essen und dann wieder kommen. dies war auch von noeten denn die information zu dem alten gefaengnis und die ganzen geschichten vieler gefangener waren ganz schoen viel fuer meinen kleinen kopf. dennoch war dies eigentlich mein melbourne highlight. an den daraufvolgenden tagen hab ich capain cooks cottage, das stein fuer stein aus england geschiffte geburtshaus, angeschaut und bin viel in der stadt rum gelaufen. zum anderen hab ich auch meinen alten freund shane besucht der jetzt nach melbourne gezogen ist. und wer ist eigentlich erstaunt wenn man in berlin welche zufaellig auf einer party wiedertrift mit denen man zur schule oder uni gegangen ist? los hand hoch? nun in melbourne hab ich welche aus bundaberg wiedergetroffen. und hier in perth auch wieder 2 aus bundy. von perth bis nach bundy sind es ca. …… na ganz ganz viele kilometer. auf jedefall bin ich an meinem letzten abend noch mit denen weg gewesen. eigentlich wollte ich in casino und mein glueck versuchen aber dann war mir doch eher nach gesellschaft die ich schon kannte und lange nicht gesehen hatte.
nach meiner melbounre woche bin ich wieder weiter und hab die greate ocean road in angriff genommen. dort habe ich mich welchen aus dem melbourne-hostel getroffen. einem englaender und nem suedafricaner der hier aber schon lange lebt. allerdings auch nur fuer eine nacht. an der G.O.R. sind die “twelve appostel” gelegen. es ist schon interessant wie diese felsen einfach im meer stehen und wie die sich ueber tausenden von jahren entwickelt haben und vorallem warum hier und nicht woanders wo auch das meer uber jahrhunderte gegen die kueste brettert. allerdings sind es auch wiederum nur felsen die halt da stehen und sich nicht bewegen. und dann sind es noch nicht mal mehr 12 sondern nur noch 7 oder so. stuerzen halt gerne mal ein. so wie auch die “london bridge”. vor einigen jahren konnte man noch auf die “felsenbruecke” gehen bis sie eingestuerzt ist. zwei leute hatten es garade auf die somit neu enstandene insel geschafft als hinter ihnen der bruecke einstuerzte.
als ich dies alles hinter mir lies. machte ich kurz vor der sued australischen grenze rast. ich wollte noch ein bisschen obst und gemuese verbrauchen da ich schilder gelesen hatte dass man alles wegschmeisen soll, wegen der fruchtfliegen. nen aelterer herr hat mir gesagt dass man das nicht muss erst wenn man nach western australia faehrt. da ich aber wirklich auf dem weg nen kontailer gefunden hatte und andere leute eifrig ihre aepfel assen sah, hab ich es dann doch weg geschmissen. aus sicherheit. allerdings war dies umsonst. niemand hat mich irgendwie angehalten. in SA bin ich dann ziemlich durchgerushed. hab mir nicht adelaide angeguckt (wo ich mich im uebrigen verfahren hatte) und bin gleich weiter nach port lincon mit nur einem stop. in port lincon wollt ich mit den haien tauchen. richtig in son nem kaefig und mit bootausflug und so. halt sehr aufregend und voll geil und voll die fett erfahrung und ohne haie wie ich zum glueck noch vorher erfahren hatte.:( tolle wurst! jetzt bin ich zusaetzlich 400 km fuer nichts gefahren.damit es nicht wirklich fuer nichts ist hab ich eine angeltour mitgemacht. doch da mein ach grosses glueck anhielt hab ich ganze drei fische gefangen die des essens wert wahren. sonst wahren sie entweder zu klein, sind abgefallen oder es war einfach nur ein krebs. war aber dennoch ganz nett und ich hab lecker fisch gehabt.
die naechste grosse etappe war die nullabor plain, was lateinisch ist und “kein baum” heisst. und so ist das auch. kein baum. nur strasse und alle 300km mal ein roadhouse, was eine tankstelle mit restaurant und motel ist. auch wenn es im prinzip total langweilig und eintoenig ist, ist es doch zugleich ulkig und interessant. noch nie so was gesehen. auf dem weg legt man noch das laengst gerade stueck strasse in australien (90meilen oder 146,6km) zurueck. an der grenze zu WA muss man dann wirklich all seine fruechte und sein gemuese wegscheissen. war richtig mit ner karantainezone und so. und auto kurz durchchecken.
In WA bin ich dann zum “WaveRock” gefahren. dies ist ein riesiges felsgebiet deren eine seite durch erosion wie eine welle geformt wurde. da es in stroemen geregnet hat, hat man an manchen stellen kleine wasserfaelle gesehen. man muss sich den fels wie den Uluru vorstellen. nur nicht rot und nicht ganz so gross. als ich dort dann mit dem auto ausparken wollte hab ich dann natuerlich an nem pfeiler den blinker abgefahren. super! schon wieder was am auto machen. da war ich echt ganz schoen angepisst und mit den nerven fertig. und plisch nass…
aber dennoch bin ich gut in perth angekommen wo ich auch gleich meinen blinker repariert hab und auch endlich das auto auf meinen namen umschreiben lassen hab. am montag werd ich dann noch die windschutzscheibe auswechseln da diese schon immer nen riss hatte. perth ist irgendwie komisch. flaechen maessig ist es riesig aber genaugenommen ist das alles gar nicht perth sonder irgendwelche anderen staedte die halt an perth ran reichen. so wie berlin und potzdam. zu klein um ne eigene hauptstadt zu sein aber zu stolz sich einer anzuschliessen. an sonsten ist perth ziehmlich ruhig. in der einkaufszone ist zwar viel los aber man muss nicht staendig aufpassen dass man gegen menschen rennt. ganz angenehm eigentlich. sonst hat perth nicht viel zu bieten. wollte hier nur meine autoangelegenheiten erledigen. am mittwoch gehts weiter an der kueste nach exmouth wo ich einen tauchkurs machen will. den medizinischen checkup habe ich schon hintermir und bestanden.
doch jetzt zur eigentlichen grossen neuigkeit: i’ll be back! und zwar am 18 maerz. obwohl ich viel erlebe, merke ich, dass es mich nicht 100%ig zufrieden stellt. dies liegt wahrscheinlich daran, dass ich allein unterwegsbin, dass mir staendig missgeschicke pessieren (von einigen wisst ihr noch gar nichts), dass es mir staendig auf die nerven geht, dass all meine sachen immer weiter weg sind als es zu haus der fall waere. staendig vergess ich was im auto oder im zimmer wenn ich im hostel bin. oder wenn ich alles im zuto nach vorne gepackt habe, dann faellt mir ein, dass ganz unten, unter all den koerben eine sache liegt die ich brauche oder vermisse. dann kommen die ganzen fliegen die echt, wirklich! unangenhem hier sind. wenn die dann abends weg sind kommen die muecken. all das mag jetzt nichtig und doch nicht so schlimm klingen. fuer ne woche oder 2 ist das auch auszuhalten aber nicht fuer ein jahr. all diese kleinigkeiten kommen zu einem grossen haufen zusammen. und zum anderen vermisse ich meine freundin. nichts hier ist so schoen wie mit ihr zusammen zu sein. viel lieber komme ich nochmal wieder und mach das was ich vermisse mit ihr als “normaler” tourist. obwohl ich hier viel erlebt habe, erlebe und auch noch erleben kann mag ich wieder zurueck in die vertraute gesellschaft meiner freundin, familie und freunde. einige moegen jetzt denken, dass es dumm ist, aber ich habe es mir genau ueberlegt und stehe zu meiner entscheidung. ich habe viel ueber mensch, land und auch auto gelernt. verschwendet ist diese zeit nicht!
ich freue mich also auf ein wiedersehen mit euch allen die ich alle, jeden einzeln, vermisst habe. dennoch werde ich euch noch schreiben wie es in exmouth und der weg dahin war und vorallem wann ich genau wieder komme. also:
Stay tuned, wenn es heisst: “Benni goes Aussie” (und kommt wieder)
BEN

Bushranger Ben im “Old Melbourn Gaol”

Nen Koala auf meinem Weg

Die Fahrt war echt ganz schoen lang… und gerade.

“HUUAAAA! Big wave! And its made out of Rock!”

Perths Skyline. Da hat Frankfurt/O fast mehr:-P